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Page history last edited by Edlef Stabenau 4 years, 8 months ago Saved with comment

Hinter der Session stand die Frage nach dem Aufbau eines E-Book-Angebotes für alle Fachbereiche mit einem sehr kleinem Budget. Klar war, dass ein E-Book-Paket somit nicht in Frage kommen kann,

denn - hier waren sich alle Teilnehmer aus Bibliotheken einig - der Nachteil von Paketen ist:

  • Sie sind teuer.
  • Sie beschränken sich meist auf nur ein bestimmtes Fachgebiet.
  • Sie enthalten zum Teil veraltete Auflagen.
  • Sie sind z.T. zu speziell für die Anforderungen einer (kleinen Fach-)Hochschulbibliothek. Insbesondere FH-Bibliotheken müssten oft viele Pakete (in denen viele unpassende und unattraktive Titel versteckt sind) kaufen, damit alle Fächer abgebildet sind.
  • oft sind die Pakete auch zu allgemein zusammengestellt bzw. Titel willkürlich zugeordnet, dass für Fachbereichsbibliotheken, Spezialbibliotheken kein gezielter Bestandsaufbau möglich ist.
  • Eine zielgerichtete Inhaltserschließung findet auf Grund der Masse nicht statt.

Daher ist deutlich ein Interesse an der Erwerbung von Einzeltitel gegeben.


Für die Erwerbung ist zu beachten:

  • Es gibt viele unterschiedliche Lizenzmodelle, auf die wir in dieser Diskussion nur am Rande eingegangen sind.
  • Nicht alle Verlage bieten geeignete Modelle für den Einzeltitelerwerb an.
  • Bei der Patron Driven Acquisition ist ein Einzeltitelerwerb möglich, aber je nach Angebot kommen jährliche Hosting-Gebühren (z.B. Schweitzer) hinzu oder eine Einmalgebühr von z.T. 12 % des Verkaufspreises für Bücher.
  • Für die PDA auch das erreichen einer kritischen Masse notwendig, die E-Books nutzt. (Kann bei kleinen Bibliotheken zu gering sein, so dass hier zu sehr Interessen eines einzelnen Nutzers zum Tragen käme und somit ein ausgeglichener Bestandsaufbau nicht möglich ist.)
  • Nutzerwünsche/ Auswahl durch die Nutzer sollten mit geziehltem Bestandsaufbau durch Fachreferenten kombiniert werden
  • Anbieter für Einzeltitelerwerb und ggf. PDA sind Ebook-Library (EBL)(in Deutschland vertrieben von Schweitzer), Netlibrary (gehört zu Ebsco), Ebrary (in Deutschland vertrieben durch Lehmanns und Massmann, Dreier), Myilibrary und Dawsonera.
  • Links: EBL http://www.eblib.com/ , Ebrary  http://www.ebrary.com/  , Netlibrary http://www.netlibrary.com , Myilibrary http://www.myilibrary.com/ , Dawsonera http://www.dawsonera.com/
  • Leider wird der Verkauf von Einzeltiteln aus Sicht der Verlage häufig noch als zu aufwendig betrachtet (Einzelabrechnung, Hosting, Lizenzverwaltung), wodurch interessante Angebote gering sind.
  • Von Bibliotheksseite ist für einen kosteneffizienten Workflow anlog zum Print-Geschäftsgang besser Einzeltitel bei einem Großhändler - also E-Book-Aggregator -  als bei jedem Verlag einzeln zu erwerben, die alle unterschiedliche Lizenzmodelle, Metadaten, Ansprechpartner, Workflows u.a. haben.


Offen blieb die Frage, ob es Konsortialangebote bzw. konsortiale Initiativen gibt, die für FH-Bibliotheken geeignet sind?

 

Für den Workflow gilt:

  • Es gibt noch keinen wirklichen Workflow, insbesondere für Einzeltitel (zu viele, z.T. auch hausinterne Anforderungen).
  • Nach momentanen Katalogisierungsregeln (RAK) ist gar nicht abschließend geklärt wie E-Books, insbesondere Hybridpubllikationen, zu Katalogisieren sind. Das wird von den Verbünden unterschiedlich gehandhabt. Siehe auch: div. Publikationen von Petra Hauke (IBI Berlin) et.al. im Jahr 2010
  • Notwendig sind genaue Absprachen zwischen Erwerbung, den zuständigen für E-Medien und ggf. der IT-Abteilung.
  • Keine Vergabe von Zugangsnummern, Inventarisierung der Rechnung über Dummie-Satz in PICA
  • Systeme für das Electronic Ressource Management (ERM) stehen nicht zur Verfügung. (Im Gedächtnis ist mir eine Aussage hängen geblieben, die auf der 14. Verbundkonferenz zum Thema E-Book-Verwaltung mit PICA gefallen ist. Leider habe ich vergessen, wer der Vortragende war, aber er sagte: Wir sind in der glücklichen Lage, alle gedruckten Medien elektronisch abzubilden, aber wenn es darum geht, unsere elektronischen Medien zu verzeichnen, sind wir auf die Papierablage, z.B. Karteikarten, Leitzordner oder an die Papierablage angelehnten elektronische Erfassung der Medien angewiesen.)
  • Der Nachweis von E-Books aus E-Book-Paketen ist meist kein Problem, da sie im GBV meist automatisch eingespielt werden, aber es findet auch in größeren Bibliotheken keine Inhaltserschließung durch einen Fachreferenten statt.
  • Um eine Überfrachtung des eigenen Katalogs zu vermeiden, ist es auch bei der PDA nicht sinnvoll, alle Katalogdaten (z.B. der EBL, PaperC) in den Katalog zu übernehmen. Bibliothekskatalog sollte an dieser Stelle nicht auf Vollständigkeit setzen sondern eher als eine Art "Empfehlungsdienst" fungieren.


Seitens der Teilnehmer von Open Access-Verlagen kam die Frage, warum OA-Publikatinen nicht in den Bibliothekskatalogen verzeichnet werden.
Gründe können sein:

  • Wenig Vertrauen auf eine dauerhafte Speicherung seitens der Verlage oder wenn die von vornherein nicht gegeben ist, z.T. fehlender Speicherplatz und IT-Betreuung bei kleinen Einrichtungen.
  • Wenig Vertrauen in die persistente Verlinkung von OA-Angeboten. - Hier sollten Bibliotheken vielleicht erstmal auf Angebote von DINI-zertifizierte Repositorien setzen und Erfahrungen sammeln.
  • Auffindbarkeit von OA-Angeboten über Suchmaschinen und andere Interfaces. Auch rechtliche Unsicherheiten können hier immer noch eine Rolle für die zögerliche Einbindung spielen.
  • Als positives Beispiel wurde hier das Angebot von der Bibliothekssuchmaschine ALBERT sowie  ELIB Bremen und Beluga empfunden. - Das Problem könnte sich über die Veränderungen weg vom OPAC hin zu Bibliothekssuchmaschinen und Discovery-Tools lösen, da hier auch entsprechende OAI-Schnittstellen genutzt werden könnten.

 

Lizenzen waren vor allem ein Thema in den Gesprächen vor und nach der Session. Hier kam auch die Aufforderung seitens der OA-Verlage, dass Bibliotheken sich deutlich positionieren und klarstellen, was Ihre Forderungen sind, z.B. bezügl. des Zugangs, Metadaten,  der Nutzungerlaubnisse usw. Bibliotheken sollten sich hier stärker gemeinsam öffentlich positionieren.
Mitstreiter gesucht:
Vielleicht lässt sich dazu ein Diskussionsangebot im Rahmen der Zukunftswerkstatt zum Bibliothekskongress etablieren. Wer gerne mitmachen möchte, bitte bei mir melden. (d.boehner (at) fh-sm.de)

 
Gerne gesehen sind Ergänzungen, da ich das Ganze jetzt aus dem Gedächtnis zusammengefasst habe, aber auch Erfahrungsberichte über Umsetzung, Probleme in anderen (FH-)Bibliotheken wären wünschenswert.

 

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