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Munzinger, Onleihe - und dann

Page history last edited by Edlef Stabenau 8 years, 8 months ago Saved with comment

Munzinger, Onleihe und dann ... ? Digitale Angebote in öffentlichen Büchereien.

  • Erfahrungsaustausch

  • Perspektiven

 

Die wissenschaftlichen Bibliotheken stellen bereits seit einigen Jahren ihren Kunden vielfältige digitale Angebote bereit und bauen diese immer weiter aus. Für öffentliche Büchereien scheinen die Möglichkeiten dagegen begrenzt zu sein. Die Linksammlung "Deutsche Internetbibliothek" und die dazugehörige virtuelle Auskunft (http://www.internetbibliothek.de) haben offenbar nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die DiViBib GmbH (http://www.divibib.com), eine Tochtergesellschaft der EKZ, bietet seit 2007 die Ausleihe von digitalen Medien über die "Onleihe" (http://www.onleihe.net) an. Zahlreiche Kommunen haben dieses Angebot einzeln oder im Verbund eingeführt und in der Fachpresse wurde dieser Schritt stets gefeiert. Die Munzinger-Archive waren wohl meist schon als Print- oder CD-ROM-Ausgabe in den Büchereien bekannt, bevor der Einstieg in die Online-Ausgabe erfolgte.

In Schleswig-Holstein dauert manches vielleicht ein bisschen länger, aber seit dem 1.1.2011 gibt es nun auch dort einen "Munzinger-Verbund" von 27 überwiegend kleineren Büchereien (Bestandsgröße zwischen ca. 6000 und 69000 Medieneinheiten; s.a. https://www.munzinger.de/search/login?portalid=57000) - ein paar größere Büchereien hatten Munzinger-Online schon vorher - und zum 1.8.2011 ist nach mehrjähriger Vorplanung die Einführung der "Onleihe" in 7 Büchereien (Bestandsgröße zwischen  ca. 45000 und 120000 Medieneinheiten) vorgesehen. Der vermeintliche Verzug hat nun allerdings den Vorteil, dass man auf das Wissen und die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus den Büchereien zurückgreifen kann, die mit diesen Angeboten bereits seit längerem arbeiten. Die BibCamp-session bietet dazu beste Bedingungen, dies in einem persönlichen Austausch vorzunehmen.

 

Nachfolgend wird die Diskussion der Teilnehmer zusammengefasst wiedergegeben:

Die anfänglich meist hohen Erwartungen an die digitalen Angebote müssen reduziert werden. Das gilt sowohl für die Munzinger-Archive als auch für die Onleihe. Das Bestandsangebot der Onleihe im Musikbereich ist nicht ausreichend und das "Naxos-Paket" wird kaum nachgefragt. Der Aufwand für den Bestandsaufbau und die laufende Betreuung der Kunden ist nicht unerheblich. Die technischen Erfordernisse verlangen, durch DRM (s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung) und mögliche Übertragungsfehler beim Download bedingt, kompetente Ansprechpartner für den Kunden. Manche Probleme können dabei nur mit Unterstützung des DiViBib-Supports gelöst werden, der wohl gelegentlich nicht immer zeitnah reagieren kann. Die Büchereizentrale Niedersachsen bietet für den Onleihe-Verbund "nbib24" (http://www1.onleihe.de/nbib24/frontend/welcome,51-0-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html) einen First-Level-Support an. Umfassende Statistiken und auch Vergleiche mit dem traditionellen Angebot sind in der Fachpresse nicht verbreitet; z.B. http://www.stadtbibliothek-chemnitz.de/uploads/media/ChemNetzBib_Kropf_01.pdf. Die Angebote werden nur angenommen, wenn sie intensiv beworben und begleitet werden; z.B. http://www.stadtbibliothek-chemnitz.de/aktuell/newsblog/article/chemnetzbib.html. Öffentliche Büchereien sind weitestgehend auf externe Anbieter angewiesen. Die Gesamtkosten für diese Angebote sind vergleichsweise hoch. Es bleibt derzeit offen, wie sich das digitale Angebot in öffentlichen Büchereien weiterentwickeln wird.

 

Ergänzend sei noch darauf hingewiesen, dass das Lektorat der Büchereizentrale Schleswig-Holstein seit dem letztem Jahr am Aufbau eines eigenen digitalen Angebotes (URL-Datendienst) arbeitet. Derzeit werden im Zentralkatalog Schleswig-Holstein über 200 Einträge nachgewiesen (http://89.246.132.140/opac/de/themen_main.html.S). Eine Umfrage dazu wird gerade ausgewertet, Ansprechpartner ist Herr Gülck (guelck@bz-sh.de).

 

(Klaus-Jürgen Sommerschuh / sommerschuh@bz-sh.de / Stand: 21.3.2011

 

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