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Softwareentwicklung in Bibliothken

Page history last edited by Edlef Stabenau 8 years, 6 months ago Saved with comment

Stricken, Frickeln, Häkeln, Skripten…

 

Moderation: Ralf Claußnitzer (@claussni), Christian Mahnke

 

Mit diesen und anderen nicht weniger kreativen Begriffen wird in der Bibliothekswelt der Vorgang der Softwareerstellung bezeichnet. Dabei ist eigentlich allen Betroffenen Beteiligten bekannt, dass der Prozess zur Erstellung einer tatsächlich nützlichen Software deutlicher umrissen sein muss. Das beginnt bei der Analyse von Anforderungen und Zuständen und führt durch Projektsteuerung zur Erreichung eines konkreten Ziels. Da hier immer auch Menschen beteiligt sind, ist eine genaue Planung des Ressourceneinsatzes und die Steuerung der Kommunikation Grundvoraussetzung für erfolgreiche Projekte. Basis dafür ist wiederum die Erkenntnis, dass die in der Überschrift genannten, der Manufaktur entlehnten Begriffe kein Ausreichendes Bewusstsein für die Komplexität der übernommenen Aufgaben herstellen können. Diese Missachtung der Projektnatur ist nicht unbedingt spezifisch für Bibliotheken. Es gibt sie überall dort, wo Verantwortliche und Techniker sich auf technologische „Computeraspekte“ beschränken. Nachhaltigkeit auf allen Ebenen ist allerdings ein Qualitätsmerkmal, dass sich nur durch realistische Begrenzung und gesteuerte Unterlegung mit Ressourcen tatsächlich gewinnen lässt.

 

Analysieren, Kommunizieren, Iterieren

 

In der Diskussion stellten die Teilnehmer unter Anderem die Vermittlung von unrealistischen Zuständen und Zielen als Problem heraus. Die damit (ziellos) steigende Arbeitslast wird oft noch zusätzlich durch unklare Verantwortlichkeiten verstärkt. Die Einschätzung, dass sich Softwareprojekte selbstständig steuern, sobald nur genügend Programmierer da sind ist belegbar falsch. Ebenso wenig kann sich Kommunikation durch einfaches Verknüpfen via Email und Telefon zu einem strukturgebenden Projektelement entfalten. Als Konsens konnten demnach auch folgende Punkte identifiziert werden, die sich hauptsächlich der Projektkommunikation widmen:

 

  1. Förderung und Etablierung von Kommunikation zwischen Leitung, Entwicklung und Kunden durch dedizierte Produktmanager.
  2. Einplanung von Puffern zur Entspannung bei veränderten Projektsituationen und zum Schutz der Entwickler.
  3. Klare Zuweisung von Rollen. Wenn möglich auch personelle Abgrenzung.
  4. Projektorganisation ernst nehmen! Projekte kommen nicht ohne Führung aus.
  5. Durchführung in Iterationen. Damit schnelles Feedback und keine unnötiger "Pufferverbrauch". Analogie: Vorrausschauendes Fahren.
  6. Ständige Entschärfung von Konflikten und Abstimmung von Kompromissen.

 

 

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